Wie erstelle ich einen YouTube Kanal? Was muss ich tun, um damit Geld zu verdienen? Und welche SEO-Maßnahmen (Suchmaschinenoptimierung) helfen dabei, Abonnenten zu bekommen? Unser YouTube-Guide erklärt, wie man erfolgreicher YouTuber wird und welche Tipps und Tricks es dabei zu beachten gilt.

Warum YouTube?

YouTube ist nach Google die zweitbeliebteste Suchmaschine der Welt. Während die Nutzung von klassischem TV abnimmt, steigen die Nutzerzahlen von YouTube stetig an. Wer eine junge Zielgruppe erreichen will, kommt um die Videoplattform nicht mehr herum. Darüber hinaus bietet YouTube jedem User die Möglichkeit der Monetarisierung – sprich mit guten Inhalten lässt sich tatsächlich Geld verdienen. Für Unternehmen bietet es sich zudem an, neben Plattformen wie z.B. Facebook einen Kanal zu etablieren, um neue Kunden zu gewinnen und die Marke zu stärken. Grund genug, sich mit den Basics vertraut zu machen.

YouTube Kanal/Channel erstellen

  1. Die Erstellung des eigenen YouTube-Kanals ist denkbar einfach. Auf der Startseite von YouTube.com findet sich rechts oben der Link „ANMELDEN“.youtube anmelden
  2. Auf der nächsten Seite loggt man sich entweder mit seinem bestehenden Google Account ein oder legt einen neuen Account an.youtube anmeldung
  3. Anschließend findet man rechts im Menü den Punkt „Mein Kanal“.youtube kanal
  4. Hier wählt man den passenden Namen für den Kanal.
  5. Nun ist der Kanal bereits erstellt. Was fehlt, sind Anpassungen, um Besucher zu treuen Abonnenten zu machen.

Wie kann ich nun mit YouTube Geld verdienen?

Grundsätzlich steht jedem Benutzer von YouTube die Möglichkeit offen, mit seinen Videos Geld zu verdienen. Allerdings gibt es hier gewisse Einstiegshürden, die es zu meistern gilt. Um Videos zu monetarisieren ­­– also durch Werbung Geld zu verdienen – muss man in das YouTube-Partnerprogramm aufgenommen werden.

Dafür muss der eigene Kanal folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • eine Wiedergabezeit von mindestens 4000 Stunden in den vergangenen 12 Monaten (alle Videos zusammen)
  • mindestens 1000 Abonnenten

Sind diese Zahlen erfüllt, kann man sich für eine Teilnahme am YouTube-Partnerprogramm bewerben. Im Zuge dieser Bewerbung wird von YouTube überprüft, ob der Kanal den Richtlinien entspricht und zugelassen wird. Um sich für das Programm zu bewerben, klickt man rechts oben auf das Kontosymbol und wählt das Creator Studio aus.

creator studio

Dort findet man links im Menü den Punkt Kanal -> Status und Funktionen. Unter Monetarisierung findet man den Punkt „Aktivieren“.

youtube monetarisierung

Anschließend folgen die Schritte, um die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. (Anm.: aktuell testet YouTube das YouTube Studio Beta. Dort kann man durch Klick auf „creator studio classic“ links im Menü jederzeit in die ursprüngliche Ansicht wechseln.)

AdSense Konto

Um tatsächlich Geld mit Videos zu verdienen, benötigt man außerdem ein Google AdSense-Konto. Dabei handelt es sich um das Werbenetzwerk von Google. Ein eigenes Konto ist Voraussetzung, um das Geld ausbezahlt zu bekommen. Weitere Informationen zur Anmeldung bei AdSense und der Verknüpfung mit dem YouTube-Konto findest du hier: YouTube und AdSense

Monetarisierungs-Einstellungen

Wurde man erfolgreich für das Partner-Programm zugelassen, kann man die Einstellungen für die Monetarisierung festlegen. Grundsätzlich macht es Sinn, die Monetarisierung von allen Videos zuzulassen – vorausgesetzt, diese entsprechen den Richtlinien (keine Gewalt, keine sexualisierten Darstellungen, etc.).

Entscheidend sind dabei die Anzeigen-Formate. Sie legen fest, wo die Werbung platziert wird. Das geht von klassischer Bannerwerbung bis hin zu nicht zu überspringenden Werbevideos vor dem Abspielen der eigenen Videos.
Die Bezahlung unterliegt verschiedenen Kriterien. So kann es bereits ausreichen, wenn ein Nutzer eine Anzeige sieht (Display-Anzeigen) – es reicht also schon das Aufrufen des Videos. Andere Formate (Überspringbare Videoanzeigen) werden erst bezahlt, wenn der Nutzer sie mindestens 30 Sekunden lang angesehen hat.
Hierbei ist zu beachten: aufdringliche Werbeformate wie nicht zu überspringende Videos sind zwar aus finanzieller Sicht verlockend, künftige Abonnenten können davon aber abgeschreckt werden. Erst wenn man sich sicher ist, dass der Nutzer ein starkes Bedürfnis danach hat, das Video tatsächlich zu konsumieren, können diese lukrativen Werbeformate Sinn machen.

Verfügbare Anzeigenformate:

  • Display-Anzeigen: werden neben dem Video angezeigt. Unaufdringlich, aber auch wenig lukrativ.
  • Overlay-Anzeigen: eine Art Banner im Video. Bezahlt wird nach Klick.
  • Überspringbare Video-Anzeigen: das beliebteste Format. Werbevideos werden vor dem eigenen Video abgespielt, können aber vom User übersprungen werden. Bezahlt wird, wenn der User sich die Anzeige länger als 30 Sekunden ansieht.
  • Nicht-überspringbare-Anzeige: das Werbevideo kann nicht übersprungen werden.
  • Mid-Roll-Anzeigen: verfügbar bei Videos ab 10min Länge. Diese Werbeunterbrechungen ähneln klassischen TV-Spots. Je nach Anzeige, erfolgt die Bezahlung nach 30 Sekunden oder aber der User muss sich die Anzeige zwingend zu Ende ansehen.
  • Bumper-Anzeige: für mobile Geräte entwickeltes Format mit 6 Sekunden Länge. Der User muss sich das Format zu Ende ansehen.

Auch wenn die Verlockung groß ist, möglichst viel Geld mit den eigenen Videos zu verdienen, sollte man sich der Tücken der Werbung bewusst sein. Es gilt, die einzelnen Formate über die Analytics Funktion von YouTube laufend auf ihre Auswirkungen zu überprüfen. Führen die verwendeten Formate zu Video-Abbrüchen durch den User, sollte man von der Verwendung absehen, denn entscheidend für den Erfolg eines Kanals und damit die langfristige Monetarisierung, sind zufriedene User.

YouTube Kanal optimieren, Videos anpassen und Analytics verstehen

Unter YouTube SEO versteht man Maßnahmen der Suchmaschinen-Optimierung, die sich speziell auf die Such-Algorithmen von YouTube konzentrieren. Wie bei Google gibt es dabei mehr oder weniger wichtige Rankingfaktoren. Diese entscheiden darüber, an welcher Stelle das Video bei einer speziellen Suchanfrage durch User angezeigt wird, oder wie oft das eigene Video in den Vorschlägen auftaucht. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Rankingfaktoren vor und erklären, mit welchen Schritten ein optimales Ranking erzielt werden kann.

Kanal-Optimierung

Besuchen interessierte User einen Channel, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie zu Abonnenten konvertiert werden können. Grundvoraussetzung dafür ist, dass der Kanal ansprechend und professionell wirkt. Folgende Anpassungen helfen dabei:

  • Kanalinfo-Beschreibung: klicke auf dein Benutzericon rechts oben und anschließend auf „Mein Kanal“. Dort findest du den Link „Kanal anpassen“. Über diesen kommt man in eine Ansicht, über welche sich die einzelnen Punkte editieren lassen. Klickt man nun auf den Reiter Kanalinfo, kann man die Beschreibung editieren (mit der Maus über den Text und anschließend auf das Stift-Icon klicken). Die Kanal-Beschreibung sollte einen guten Überblick über den Inhalt der Videos geben. Wichtig hierbei: in der Beschreibung sollten jene Keywords enthalten sein, die auch bei Suchen nach deinen Videos verwendet werden (mehr dazu später unter „Keywords“). Tipp: ein CTA (Call-To-Action) am Ende der Beschreibung („Abonniere jetzt um…XYZ zu erhalten…“) kann zusätzlich User generieren.
  • Kanal-E-Mail und benutzerdefinierte Links: ebenfalls im Reiter Kanalinfo kann man eine E-Mail-Adresse für geschäftliche Anfragen hinterlegen. Dies sorgt für einen professionellen Eindruck und schafft Vertrauen. Für künftige Partner (Sponsoring, Kanalpartnerschaften) ist diese Adresse die erste Anlaufstelle. Die Benutzerdefinierten Links werden in der Regel verwendet, um weitere Social-Media-Kanäle zu verlinken. Für den Aufbau einer Community kann das hilfreich sein. Die ersten vier Links werden auf der Kanalseite unter dem Headerbild angezeigt.
  • Channel-Icon und Kanal-Bild: ebenfalls unter „Kanal anpassen“ zu finden. Das Kanalbild sollte professionell wirken, das Icon klar erkennbar sein, inkl. einem hohen Wiedererkennungswert (wird z.B. als Abo-Link in Videos verwendet).
  • Kanal-Übersicht: hier kann festgelegt werden, welche Inhalte neue bzw. wiederkehrende Kanalbesucher zu sehen bekommen. Für neue Besucher kann ein sogenannte Kanal-Trailer bestimmt werden. Dieser stellt idealerweise kurz den Inhalt des Kanals vor. Alternativ kann man hier auch ein besonders beliebtes Video als Teaser platzieren. Für wiederkehrende Abonnenten kann man Videos oder Playlists zur Anzeige auswählen.
  • Beliebte Videos und Playlists: unter den Inhalten für neue bzw. wiederkehrende Besucher kann man zusätzlich Inhaltselemente platzieren, diese zeigen wahlweise beliebte Videos oder Playlists.
  • Ähnliche Kanäle: unter Kanalinfo findet man rechts das Modul „Ähnliche Kanäle“. Ist dies aktiviert, besteht die Möglichkeit, dass der eigene Kanal auf fremden Kanälen angezeigt wird.
  • Kanäle hinzufügen: über dem Punkt „Ähnliche Kanäle“ kann man eigenständig Kanäle hinzufügen. Die Art der Kanäle kann YouTube helfen, den eigenen Channel thematisch einzuordnen.

YouTube Videos anpassen

Um mit einem Video möglichst viele User zu erreichen, sollte das Video entsprechend optimiert sein. Diese Anpassungen helfen, von YouTube möglichst weit oben in den Suchergebnissen platziert zu werden. Die Optimierung beginnt bereits vor dem Upload des Videos.

Keyword Recherche

Meist kann der Inhalt eines Videos mit verschiedenen Wörtern beschrieben werden (Keywords). Welche dieser Keywords man für Titel, Beschreibung, etc. verwendet, entscheidet darüber, bei welcher Suchanfrage über die YouTube-Suche das eigene Video angezeigt wird. Um die richtigen Keywords zu finden, müssen diese recherchiert werden. Dafür gibt es verschieden Möglichkeiten:

  • Autovervollständigung: gibt man in der YouTube-Suche einen Begriff ein, werden automatisch die meistverwendeten Suchanfragen eingeblendet. Hier bekommt man einen Eindruck, wonach User im Zusammenhang mit dem eingegebenen Keyword suchen.
  • Konkurrenz-Videos: Videos, die inhaltlich in Konkurrenz zum eigenen Video stehen, bieten eine gute Möglichkeit, Keywords zu recherchieren.
  • Tools: über spezielle Tools wie z. B. den Google Keyword Planner (nur zugänglich mit einem Google Ads Konto) lässt sich recherchieren, wie viele Suchanfragen pro Monat für ein spezielles Keyword getätigt werden. Keywords mit hohem Suchvolumen sind zwar verlockend, haben aber im Zweifel entsprechend hohe Konkurrenz. Gerade zu Beginn empfiehlt es sich daher, auf sogenannte Longtail-Keywords zu setzen. Dabei handelt es sich um speziellere Suchanfragen, die aus mehreren Wörtern bestehen. Sie weisen meist weniger hohes Suchvolumen auf. Optimiert man das eigene Video jedoch auf diese Longtails, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, bei diesen Suchanfragen angezeigt zu werden.

kostenlose Keyword Tools

  • Ubersuggest: gibt Suchvolumen für verschieden Locations (Österreich, Deutschland,..) aus. Zusätzlich findet man eine Liste mit thematisch verwandten Suchanfragen, inkl. dem entsprechenden Suchvolumen.
  • keywordtool.io: Listet verwandte Suchanfragen.
  • w-fragen-tool.com: viele Suchanfragen werden heute in Frageform (wie…, was…) formuliert. Das W-Fragen-Tool listet die gängigsten Fragen zu einem Keyword. Gerade für Video-Anleitungen eignet sich diese Form der Longtail-Keywords hervorragend.

Bei der Auswahl des Keywords gibt es einiges zu beachten. So sollte man keine irreführenden Keywords verwenden, die mit dem Inhalt des Videos nichts zu tun haben. Dies führt dazu, dass frustrierte User das Video vorzeitig abbrechen. Für YouTube ein äußerst negatives Signal. Ebenfalls sollte man versuchen, ein Keyword mit wenig Konkurrenz zu finden. Dies trifft vor allem auf Longtail-Begriffe zu.

Dateiname

Hat man nun das passende Keyword (Focus-Keyword genannt) gefunden, sollte man dieses bereits in den Dateinamen des hochzuladenden Videos einbauen (möglichst zu Beginn des Dateinamens). Dies hilf Google bzw. YouTube bereits beim Upload bei der thematischen Einordnung. Zu vermeiden sind Dateinamen wie „file-001“ oder „mein-video“ ohne thematischen Bezug zum Video.

Title

Hat man nun das Video hochgeladen, kann man einen Titel eingeben. Dieser wird zunächst automatisch aus dem Dateinamen übernommen. Im Title sollte das Focus-Keyword möglichst zu Beginn, jedenfalls aber weit vorne stehen. Aus dem Titel sollte sich der Inhalt des Videos für den User klar erschließen. Gerade bei Tutorial-Videos sollte zudem der Nutzen für den User sofort ersichtlich sein (z.B. „YouTube SEO: mit Optimierung zum Top-Ranking“). Ein ansprechender Title animiert zum Klicken. Je öfter das Video in den Suchergebnissen angeklickt wird, desto höher die sogenannte Click-Through-Rate. Sie ist für YouTube ein wichtiger Ranking-Faktor. Pro-Tipp: die Verwendung von Beschreibungen in Klammer, vor allem am Ende des Titles, kann die Klickrate erhöhen. Z.B. „Youtube-SEO: Youtuber XY über die besten Tricks [Interview]“.

Description

Die Description oder Beschreibung des Videos wird direkt unter dem Video angezeigt, und sollte den Inhalt des Videos beschreiben. Hier bietet sich die Möglichkeit, neben dem Focus-Keyword (sollte zwei bis fünf Mal im Text vorkommen, jedenfalls aber im ersten Satz) weitere, zur Suchanfrage passende Keywords unterzubringen (Tools wie ubersuggest liefern hier wertvolle Tipps für weitere Keywords). Ebenfalls sollten Synonyme und Schreibvarianten untergebracht werden. Eine gute Description sollte zudem mindestens 250 Wörter lang sein. Es gilt: die Description gibt YouTube die Möglichkeit, mehr über den Inhalt des Videos zu erfahren und es bei entsprechenden Suchanfragen zu berücksichtigen.

Tags

Tags sind ebenfalls ein Hinweis für Google, welche Inhalte im Video vorkommen. Dabei gilt: die Reihenfolge der Keywords ist entscheidend. Die ersten gesetzten Tags sind für YouTube relevanter als die nachfolgenden. Daher sollten das Fokus-Keyword und entsprechende Varianten zu Beginn gesetzt werden. Anschließend können thematisch verwandte Begriffe verwendet werden. Tipp: auch die Konkurrenz verwendet Tags. Sich an den Tags zu orientieren, die von bereits gut rankenden Videos verwendet werden, ist oft hilfreich. Beim Auslesen der Tags von Konkurrenz-Videos helfen Tools wie z.B. das Chrome-Plugin VidIQ.

YouTube-Thumbnails

Das Thumbnail ist jenes Bild, das bei der Suche und in Vorschläge-Listen angezeigt wird. Neben dem Video-Title ist es entscheidend dafür, ob das eigene Video angeklickt wird, oder übersehen wird. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einfach einen Screenshot aus dem Video als Thumbnail zu verwenden. Dies geschieht automatisch, sofern kein eigenes Thumbnail definiert wird. Es lohnt sich jedoch, ein eigenes Thumbnail zu kreieren (mittels Photoshop oder der gratis-Alternative GIMP).

Tipps für ein gelungenes Thumbnail:

  • Thumbnail-Größe: das Bild sollte eine Auflösung von 1280×720 Pixeln haben, mindestens jedoch eine Breite von 640 Pixeln. Als Bildformate eignen sich JPG oder PNG. Die Dateigröße sollte 2MB nicht überschreiten. Ein Seitenverhältnis von 16:9 ist ideal.
  • Schrift im Thumb: Thumbnails bieten abseits von Keywords die Möglichkeit, Informationen über das Video zu geben. Die Schrift im Thumb sollte dabei jedoch nicht zu klein sein und farblich deutlich hervorstechen. Auch gilt es, nicht zu viel Text zu integrieren.
  • Bild-Inhalt: Wahrnehmungspsychologische Experimente haben gezeigt, dass Menschen auf Gesichter stärker reagieren als auf andere Abbildungen. Sofern thematisch passend, sollte also ein Gesicht im Thumbnail vorkommen (auch hier gilt: nicht zu klein, ideal ist etwa ein Drittel bis die Hälfte des Thumbs).

Abspann und Anmerkungen

Unter dem Reiter „Abspann und Anmerkungen“ können spezielle Elemente definiert werden, die innerhalb der letzten 20 Sekunden eines Videos angezeigt werden. Da YouTube nach dem eigenen Video oft mit fremden Videos fortfährt, bietet sich hier die Möglichkeit, den User zu weiteren eigenen Videos zu führen. Klickt man auf „Element hinzufügen“, kann man ein Video oder eine Playlist auswählen, diese werden zu Beginn der letzten 20 Sekunden des Videos eingeblendet. Die Position der Einblendung lässt sich dabei rechts im Video-Editor bestimmen. Maximal zwei dieser Einblendungen sind möglich, diese können auch weniger als 20 Sekunden angezeigt werden. Zusätzlich empfiehlt sich die Einblendung eines Abo-Links. Dabei wird das Channel-Icon angezeigt. Klickt der User darauf, wird er zum Abonnenten.

Infokarten

Infokarten ähneln der oben beschriebenen Funktion, sind allerdings optisch weniger auffällig. Auch hier kann man weitere Videos oder Playlists verlinken, einen weiteren Kanal vorstellen oder eine Abstimmung starten. Sowohl Infokarten als auch „Abspann und Anmerkungen“ bieten die Möglichkeit, auf externe Seiten zu verlinken. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings die Mitgliedschaft im YouTube-Partnerprogramm.

YouTube Analytics

Der richtige Umgang mit YouTube Analytics ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen YouTube-Kanal. Ähnlich wie bei Google Analytics gewährt das Tool Einblicke in die verschiedensten Daten zu Channel, Videos, Nutzerverhalten uvm. Zwar können über das Programm unzählige Daten und Insights gewonnen werden, im Fokus sollen hier aber die für YouTube Video Optimierung relevanten KPIs (Key-Performance-Indicators) stehen – also jene Kennzahlen, die für den Erfolg von Videos auf YouTube besonders wichtig sind.

Wiedergabezeit (in Minuten)

Dieser Wert gibt an, wie viele Minuten der eigenen Videos innerhalb eines bestimmten Zeitraumes konsumiert wurden. Generiert der eigene Kanal einen hohen Wert, ist dies grundsätzlich schon mal positiv.

Zuschauerbindung

In Zusammenhang mit der Wiedergabezeit steht die Zuschauerbindung. Dieser Wert gibt die durchschnittliche Wiedergabedauer an. Betrachtet man diesen Wert für ein einzelnes Video, so gibt etwa ein Wert von 50 % an, dass durchschnittlich 50 % des Videos angesehen werden, bevor User das Video verlassen. YouTube sieht einen hohen Wert als wichtigen Indikator für die Qualität der eigenen Videos. Zusätzlich erhöht ein guter Wert die Wiedergabezeit insgesamt. Über den Wert „Zuschauerbindung“ können auch wichtige Insights über die eigenen Videos erhalten werden. Brechen an einer bestimmten Stelle besonders viele User das Video ab, sollte entsprechende Ursachenforschung betrieben werden. Gründe könnten sein:

  • die für den Nutzer relevanten Infos wurden bereits geliefert, das Video wird künstlich in die Länge gezogen.
  • eine bestimmte Stelle des Videos liefert Inhalte, die User zum Abbruch bewegen (kontroverse Themen).
  • ist der Wert besonders niedrig, so ist das Video qualitativ minderwertig oder für den User irrelevant (Clickbait).

Click Through Rate – CTR (YouTube Studio Beta)

Die Click-Through-Rate ist für YouTube ebenfalls ein wichtiger Rankingfaktor. Sie gibt an, wie oft ein Video angeklickt wird, im Verhältnis zur Anzahl der Anzeigen in den Suchergebnissen. Bsp.: wird ein Video 100 Mal in den Suchergebnissen angezeigt, und dabei 7 Mal angeklickt, so entspricht dies einer CTR von 7 %. Je höher der Wert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Video öfter in den Suchergebnissen angezeigt wird.

Die Click-Through-Rate wird maßgeblich von der Qualität des Video-Titles bzw. des Thumbnails bestimmt. Hier gilt: viele Klicks sind nur dann positiv, wenn die User anschließend das Video auch tatsächlich (zumindest teilweise) konsumieren. Viele Klicks aber wenig Wiedergabezeit sind für YouTube ein Hinweis auf mangelnde Video-Qualität oder aber Clickbait (irreführende Titel). Dies wird entsprechend negativ bewertet. Die CTR kann aktuell nur im YouTube Studio Beta eingesehen werden.

Kommentare

Erhält ein Video eine hohe Zahl an Kommentaren, ist dies für YouTube ein wichtiges Zeichen für interessanten Inhalt (Content). Videos mit vielen Kommentaren werden entsprechend gut gerankt. Tipp: im Video (idealerweise zum Schluss) sollte ein Call-to-Action für Kommentare enthalten sein („Was denkt ihr? Schreibt es in die Kommentare“).

Likes, Dislikes / Mag ich, Mag ich nicht

Eine hohe Anzahl an vergebenen Likes oder auch „Mag ich“ (Daumen nach oben) ist ebenfalls ein positives Zeichen für YouTube. Daumen nach unten sind hierbei nicht zwangsläufig negativ. Sie werden ebenfalls als sogenanntes „Engagement“ gewertet, der User wurde durch das Video zu einer Handlung gebracht.

Shares

Wird ein Video über die Share-Funktion unter dem Video häufig geteilt, ist dies für YouTube ein positives Zeichen.

Subscribes (after watching)

Abonnenten (Subscriber) sind grundsätzlich ein wichtiger Indikator. Hohes Wachstum bedeutet interessanter Content. In diesem Zusammenhang besonders wertvoll ist der Wert Subscribes-After-Watching. Generiert ein Video besonders viele Abonnenten, so sollte der Erfolg des Videos genauer analysiert werden, um ihn auf andere Inhalte zu übertragen.

FAZIT

YouTube bietet sowohl Unternehmen als auch Hobby-YouTubern unzählige Möglichkeiten. Ein Grundverständnis von YouTube-SEO hilft dabei, die eigenen Inhalte möglichst effizient zu vermarkten. Egal ob Marken-Aufbau, Traffic-Generierung oder als Einnahmequelle: YouTube ist heute spannender denn je. Und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht.

VIDEO: Brian Dean gibt 9 Tipps für ein besseres Ranking

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