SMART ist eine Abkürzung, die vor allem im Management und in der Personalentwicklung verwendet wird. Diese im wahrsten Sinne des Wortes „smarte“ Methode zur Zielformulierung wurde von dem Zeitmanagement-Experten Lothar Seiwert entwickelt. SMART ist ein Akronym, das sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch funktioniert. Es steht für die einzelnen Kriterien, die eine Zielsetzung erfüllen soll:
  • S = specific | spezifisch
  • M = measurable | messbar
  • A = achievable | ausführbar
  • R = realistic | realistisch
  • T = time-bound | terminierbar
Wenn man Ziele formulieren muss, ist es also eine gute Vorgehensweise, sich an diesen fünf Kriterien zu orientieren. Gerade, wenn man die SMART Formel auf Projekte anwendet, sollte das Projektmanagement die Ziele zu Beginn aufschreiben, da man einen besseren Überblick über die Ressourcen bekommt, die Definition der Kriterien leichter fällt, und man Fortschritte besser messen kann.

Specific

Es ist wichtig, die Ziele sehr präzise zu formulieren, weil das Projektmanagement die Zielerreichung besser kontrollieren kann. In einem Projektplan kann man daher auch Meilensteine formulieren, die im Zielfindungsprozess erreicht werden.

Measurable

Die Ziele sollen (auch für Dritte) messbar sein, damit man den Erfolg überprüfen kann. Dies ist vor allem wichtig, wenn es Vorgaben von einem Auftraggeber gibt, der über den Projektfortschritt informiert werden möchte. Eine Messung des Fortschritts sollte bei einem Projekt zu jedem Zeitpunkt möglich sein. Führungskräfte können somit sehen, ob die SMART Ziele ausreichend verfolgt werden.

Accepted / Achievable sowie Realistic

SMART-Ziele müssen so formuliert werden, dass sie erreichbar sind, was auch beinhaltet, dass sie realistisch sein müssen. Bei utopischen Zielsetzungen ist die Erreichung unmöglich, was sich dann negativ auf die Motivation auswirkt. Die Ziele dürfen aber auch nicht zu einfach zu erreichen sein, da man sich sonst zu wenig anstrengt.

Timely

Als letztes Kriterium müssen die Ziele zeitlich festgelegt (terminiert) werden. Sowohl der Start-, als auch der Endzeitpunkt sollten bei einem Projekt bereits bei der Formulierung feststehen. Auch die Meilensteine auf dem Weg können vom Management in diesen Zeitplan integriert werden. Das ist sinnvoll, weil die Erfolgswahrscheinlichkeit höher ist, wenn man Ziele öfter kontrolliert.

Warum formuliert man SMART-Ziele?

Der Sinn der SMART-Formel ist, dass sich bei der Anwendung der Formel messbare Ziele definieren lassen, die realistisch sind. Die Methode ist nicht nur auf kurzfristige Projekte (strategische Ziele) anwendbar, sondern auch im mittel- und langfristigen Projektmanagement (taktische Ziele) – es gibt viele Beispiele, wo man die SMART-Formel einsetzen kann. Aber auch im privaten Bereich (Selbstmanagement) kann die Definition von SMART-Zielen (engl. SMART goals oder objectives) Sinn machen. Dort können es zum Beispiel Ziele sein, die man persönlich im nächsten Jahr erreichen will, vor allem, wenn man ein neues Kapitel aufschlägt. Im klassischen Marketing wird die SMART Regel ebenso angewendet wie im Online-Marketing. Durch die klare Formulierung von Zielen bei dieser Formel lassen sich Misserfolge vermeiden, da sie sehr spezifisch ist und manchmal in Form einer Zielliste dargestellt wird. Gerade im Projektmanagement kann die SMART Methode helfen, da die Umsetzung einer Strategie und die Zielerreichung einfacher sind, wenn man ganz konkrete Projektziele definiert. Wichtig ist, vor allem bei der Anwendung in einem Projekt, dass die Ziele schriftlich festgehalten werden. Daraus kann infolge ein Projektplan erstellt werden, und auch der Fortschritt ist in Form von Meilensteinen gut zu beobachten. So kann das Projektteam im Auge behalten, was bereits erreicht wurde, und ob das Zeitmanagement stimmt. Das ist vor allem essenziell, wenn mehrere Projekte parallel abgewickelt werden. Es wird aber auch ersichtlich, ob sich die Ziele im Laufe des Projektfortschritts verändert haben, denn dann kann man den Projektplan noch rechtzeitig korrigieren. Ändert sich das Team im Laufe des Projekts, können SMART-Ziele einfach weitergegeben werden.

Eine Alternative: die PIDEWaWa-Methode

Eine andere Vorlage, nach der man Ziele definieren kann, ist die PIDEWaWa-Methode. Klingt erst mal lustig, kann jedoch auch sehr zielführend sein. Obwohl es einige Unterschiede zur SMART Methode gibt, ist auch dieser Name ein Akronym aus den verschiedenen Kriterien:
  • P = Positiv formulieren: Das kann durchaus sinnvoll sein, weil Gedanken, die man positiv formuliert, eher die nächsten Schritte implizieren, also aktionsorientiert sind. Daher ist es zum Beispiel besser, von „Ich möchte diesen Job nicht mehr machen“ zu „Ich möchte mich beruflich kreativ entfalten“ umzudenken.
  • I = Istzustand in der Gegenwart klar angeben: Gleich wie bei einem Bewerbungsschreiben sind Formulierungen wie „würde, könnte“ etc. Erfolgskiller bei der Zielformulierung – klar und spezifisch ist hier die Vorlage.
  • D = Detailliert, also konkret und messbar: Hier scheiden sich die Geister: organisierte Gemüter tun sich leicht damit, Ziele sehr detailliert zu formulieren, wie etwa statt „Ich möchte öfter joggen gehen“ eher „Ab heute jogge ich jeden Dienstag um 18 Uhr eine Strecke von 5 Kilometern innerhalb von 30 Minuten“. Freigeister jedoch haben da schon ihre Probleme, weil es sie einschränkt, und so die Motivation schon bei der Zielformulierung flöten geht. Man sollte die Detailliertheit der Formulierung in jedem Fall seiner eigenen Persönlichkeit anpassen. Es ist aber wichtig, dass der Fortschritt eindeutig messbar ist.
  • E = Erreichbar, also realistische Ziele setzen: Ziele sollen realistisch sein, aber bekanntlich ist ja fast alles möglich, man kann die Messlatte darum hoch legen. Man wächst ja schließlich auch mit seinen Aufgaben.
  • Wa = Wann? Es ist wichtig, dass ein Zeitrahmen terminiert wird, um den inneren Schweinehund ein bisschen unter Druck zu setzen. Bei langfristigen Zielsetzungen kann man Zwischenetappen einbauen, damit die Motivation nicht verloren geht.
  • Wa = Warum? Wenn man genau weiß, warum man ein bestimmtes Ziel erreichen will, hat man auch mehr Kraft dazu.

Fazit

Die Festlegung von SMART-Zielen kann in vielen Situationen helfen, sich selbst klar zu werden, wie die Ziele wirklich aussehen. Je klarer man Ziele definiert, desto leichter fällt es, diese auch zu erreichen. Die SMART Methode lässt sich in verschiedenen Projekten, im Marketing und im Privatleben anwenden, und Fortschritte können so auch besser dokumentiert werden. Es gibt jedoch auch andere Methoden, um Ziele so zu formulieren, dass sie zum Erfolg führen – SMART und PIDEWaWa sind nur zwei Beispiele von vielen.

Weitere interessante Links zum Thema:

http://www.online-marketing-blog.eu/2011/02/beispiele-fur-smart-ziele-im-online-marketing/ https://www.pressebox.de/pressemitteilung/seiwert-keynote-speaker-gmbh/SMARTe-Ziele-statt-schwammige-Vorsaetze/boxid/720247 http://www.gluexx-factory.de/ziele-erreichen-mit-der-pidewawa-methode/
Autorin: Betina Petschauer