Der Begriff Pagespeed oder auch Sitespeed oder Ladezeit bezeichnet jene Zeit, die vergeht bis der Seiteninhalt einer Website angezeigt wird. Die Ladezeit gilt als direkter und auch indirekter Rankingfaktor.

Website Ladezeit

Hinter der speziellen Bedeutung von Pagespeed für die Suchmaschinenoptimierung steht das Verhalten von Usern, die mit Wartezeiten konfrontiert werden. Vereinfacht ausgedrückt, haben hohe Ladezeiten zwei direkte Auswirkungen:

  • hohe Bouncerate bzw. Return-to-SERP Rate: mit einer steigenden Wartezeit steigt auch die Bereitschaft von Usern, die Seite wieder zu verlassen.
  • verringerte Konzentration der User: proportional umgekehrt zur steigenden Ladezeit nimmt die Fähigkeit der User ab, sich auf ihr eigentliches Ziel zu konzentrieren. Die Folge sind weniger Seitenaufrufe und eine niedrigere Conversion Rate.

Google wertet dabei zum einen die Ladezeit als direkten Rankingfaktor. Seiten mit kurzen Ladezeiten haben im Vergleich mit qualitativ ähnlichen Mitbewerbern das bessere Ranking. Hinzu kommt, dass hohe Absprungraten bzw. eine schnelle Rückkehr zu den Suchergebnissen (Return-to-SERP) von Google als negative User Experience gewertet werden.

Konkrete Angaben zu Ladezeiten sind schwierig und hängen mit der Art der betroffenen Seite zusammen. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass Zeiten über 3 Sekunden als bedenklich einzustufen sind. Erstrebenswert sind Ladezeiten unter einer Sekunde.

Tipps zur Pagespeed Optimierung

Google selbst bietet mit dem Tool PageSpeed Insights die Möglichkeit, die Ladezeit der eigenen Website zu überprüfen. Dabei werden verschieden Faktoren geprüft, im Anschluss folgt eine Auswertung mit einem Wert zwischen 0 und 100. Zusätzlich werden zu den einzelnen Pagespeedfaktoren Verbesserungsvorschläge gegeben. Grundsätzlich lässt sich die Ladezeit einer Website verbessern, indem die HTTP-Requests (Anfragen an den Server) verringert werden. Einige Möglichkeiten für eine bessere Pagespeed:

  • Bildergröße optimieren: zu große Bilder sind ein klassischer Ladezeit-Fresser.
  • Stylesheets zusammenfassen: mehrere CSS-Stylesheets werden in einem zusammengefasst.
  • CSS-Sprites: mehrere Bilddateien werden in einer zusammengefasst.
  • Browser-Caching nutzen: zwischenspeicherbare statische Ressourcen zu cachen spart Ressourcen.
  • Server-Cache nutzen: befindet sich nun eine Seite im Servercache, werden ressourcen-intensive Abfragen vermieden.
  • gzip-Komprimierung: mit dieser Methode lässt sich die Größe einer Website drastisch reduzieren.
  • CDN (Content Delivery Network): dabei werden gewisse Inhalte (z.B. Medieninhalte) „outgesourced“, spezielle Server stellen diese dann für den User bereit. Dies macht gerade bei internationaler Ausrichtung Sinn.

FAZIT

Die Ladezeit einer Website hat sich zu einem bedeutenden Rankingfaktor entwickelt. Ihr Einfluss auf die User Experience ist dabei entscheidend. Umfassende Analyse und entsprechende Maßnahmen werden sich sowohl in einem besseren Ranking, als auch einer höheren Conversion Rate bemerkbar machen.

VIDEO: Googles Matt Cutts über Ladezeit bei Mobilen Seiten

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