Als Onpage SEO bezeichnet man alle Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung die auf einer Website vorgenommen werden können. Im Gegensatz zu Offpage SEO bietet die Onpage Optimierung vielseitigere Möglichkeiten um das Ranking einer Website zu verbessern.

Hintergrund

In der Suchmaschinenoptimierung unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei großen Aufgabenbereichen: Onpage und Offpage. Während Onpage-Faktoren wie Title oder Keywords direkt beeinflusst werden können, sind Offpage-Faktoren wie Backlinks sehr viel schwerer zu optimieren. Entsprechend sollten am Beginn von SEO stets die Maßnahmen auf der eigene Seite in Angriff genommen werden. Dabei sollte vor allem auf qualitativ hochwertigen Content geachtet werden, dieser hat nicht nur direkten Einfluss auf das Ranking, sonder sorgt auch für Verlinkungen auf die eigene Seite – ein Offpage-Rankingfaktor.

Onpage SEO im Jahr 2019

Die Gewichtung einzelner Rankingfaktoren ist dank laufender Google Updates stets im Wandel. So hat die Interne Verlinkung an Bedeutung gewonnen, während die Gewichtung von Backlinks leicht abnimmt. Die Optimierung der eigenen Seite dient heute weniger der Manipulation der Crawler, vielmehr versuchen viele der Maßnahmen dem Googlebot die Seite verständlich zu machen. Die Algorithmen der Suchmaschinen, allen voran Google, werden zunehmen besser darin, den Inhalt einer Seite selbstständig zu analysieren. Usability und Suchmaschinenoptimierung gehen heute Hand in Hand.

Die wichtigsten Onpage SEO Faktoren

Neben den klassischen Onpage-Faktoren liegt der Fokus heute zusätzlich auf Themen wie Benutzerfreundlichkeit oder Ladezeit. Mobile Endgeräte verändern die Anforderungen an Website-Optimierung, entsprechend kommen neue Aufgabenbereich dazu. Im Folgenden die wichtigsten Bereiche des Onpage SEO.

Title
Der Title oder auch Title-Tag gehört zu den wichtigsten Onpage SEO Faktoren. Der im Quellcode im Headbereich platzierte Title wird in den Suchergebnissen (SERPs) als erster Teil des Snippets und darüber hinaus an diversen anderen Stellen (Browser-Titelzeile, Social Media Einträgen,…) dargestellt. Er enthält idealerweise das Hauptkeyword der Seite und gibt dem User einen ersten Eindruck über den Inhalt der Website.
Description
Die Description wird ebenfalls in den SERPs angezeigt, sie geht näher auf den Inhalt der Seite ein. Inzwischen kein direkter Rankingfaktor mehr, spielt Sie dennoch eine wichtige Rolle bei der Optimierung einer Seite. Eine gelungene Description kann maßgeblich dazu beitragen, die Click Through Rate (CTR) einer Seite zu verbessern. Dieser Faktor wird von Google & Co für die Bewertung der Relevanz einer Website herangezogen.
Keywords
Das entsprechende Keyword an den richtigen Stellen zu platzieren gehört zu den Onpage-Grundlagen. Die früher gängige Keyword-Density (Keyword-Dichte) wird heute kaum mehr beachtet, moderne Verfahren wie WDF*IDF bieten eine Alternative. Eingebaut wird das Hauptkeyword unter anderem in der URL, der H1, möglichst im ersten Satz des Contents oder im Alt-Tag von Bildern.
Überschriften
Überschriften im SEO Text, auch Headlines genannt, werden vor allem für den User optimiert. Die wichtigste Überschrift bildet dabei die H1, sie sollte das Hauptkeyword beinhalten und den Seiteninhalt möglichst verständlich wiedergeben.
URL
Die URL oder Webadresse einer Seite kann ebenfalls optimiert werden. Grundsätzlich sollten dabei statische URLs verwendet werden. Als Wort-Trenner werden “ – “ (minus) verwendet, das Keyword sollte in der Adresse nahe an der Domain eingebaut werden. Möglichst kurze URLs mit einer verständlichen Struktur und lesbaren Inhalten verbessern die Usability und werden von Google bevorzugt.
Interne Verlinkung
Bei Links einer Website, die auf eigene Unterseiten verweisen, spricht man von Interner Verlinkung. Diese Links vererben nicht nur Linkjuice (Linkpower) sonder helfen dem User auch bei der Navigation. Als Best Practice Beispiel wird oft Wikipedia genannt, wo User bei Interesse über verlinkte Keywords von einem Artikel zum nächsten wandern.
Externe Verlinkung
Manchmal fälschlicherweise als kontraproduktiv bezeichnet, helfen Links auf externe Seiten Google nicht nur bei der thematischen Einordnung einer Website. Sie erhöhen auch den Trust einer Seite, solange die verlinkte Website seriös ist.
Pagespeed
Google misst die Pagespeed einer Seite und leitet daraus etwaige Auswirkungen auf die Nutzererfahrung ab. So werden Seiten mit einer Ladezeit über 4 Sekunden von den meisten Usern abgelehnt. Entsprechend werden schnell ladende Seite belohnt. Verschiedene Maßnahmen wie Bildgrößen-Optimierung, CDNs oder Browser-Caching können die Ladezeit verbessern. Zur Bewertung der Pagespeed bietet Google mit den PageSpeed Insights ein eigenes Tool.
XML-Sitemap und robots.txt
Die Bereitstellung einer XML-Sitemap bzw. einer robots.txt hilft Google im Umgang mit der eigenen Seite. Die Sitemap liefert den Crawlern dabei eine Art Karte aller vorhandenen Seiten und kann helfen, den Bot auf Seiten zu führen, die sonst womöglich nicht indexiert werden würden. Mit der robots.txt wiederum kann dem Googlebot der Zugriff auf gewisse Seiten verweigert werden.
Bilder und Dateinamen
Bilder-SEO bzw. optimierte Dateinamen sind oft unterschätzte Bereiche des Onpage SEO. Optimierte Bilder mit eingetragenem ALT-Tag können das Ranking der Seite z.B. in der Google Bildersuche positiv beeinflussen. Für alle Dateien gilt dabei grundsätzlich, dass auch der Dateiname angepasst werden sollte.
Duplicate Content
Sind Inhalte über mehrere URLs erreichbar, spricht man von Duplicate Content. Verursacht z.B. durch Groß- und Kleinschreibung in der URL oder fehlende Trailing Slashes wird Duplicate Content von Google im schlimmsten Fall als Betrugsversuch gewertet – es droht eine Penalty.
Meta Tags
In den Meta Tags lassen sich Anweisungen für Bots definieren, auch spezielle Tags für Google sind möglich. So kann über den Meta-Tag Robots die Indizierung einer Seite verhindert, oder die angebotene Google Übersetzung in den SERPs unterbunden werden.

Die Bedeutung von Content für Onpage SEO

Suchmaschinen wie Google ändern die Gewichtung von einzelnen Ranking-Faktoren laufend. Ebenso ändern sich durch die Updates im Google Algorithmus immer wieder die Spielregeln für die Optimierung. Für Google und mittlerweile auch für die meisten SEO-Spezialisten heißt die Wunderwaffe deshalb Content. Gemeint sind Inhalte die User begeistern und idealerweise einzigartig sind. Dabei steht die Optimierung nicht im Widerspruch zu gutem Content. Seiten mit guter Usability (Interne Verlinkung), multimedialen Inhalten und Bildern, und optimierten Faktoren wie guter Headline-Struktur sind klassischer Win-Win.

FAZIT

Viele der Grundlagen im Onpage SEO haben sich trotz diverser Google Updates nicht verändert. Einige haben an Gewicht verloren (Keywords), andere werden zunehmende wichtiger (Interne Verlinkung). Themenrelevanter Content, op