In der Suchmaschinenoptimierung versteht man unter dem Sammelbegriff Google Updates die regelmäßig erfolgenden Änderungen an den Suchalgorithmen des Suchmaschinen-Giganten Google.

Wozu macht Google Updates?

Das Ziel dieser Updates ist stets, die Suchergebnisse für den User zu verbessern. Über 200 Rankingfaktoren definieren ein komplexes System dessen Ziel darin besteht, die jeweils besten Ergebnisse (SERPs) für eine Suchanfrage zu liefern. Dabei entwickelt Google laufend neue Methoden um zu erkennen, ob eine Seite die vom Suchenden gewünschten Inhalte bereitstellt. Die Google Updates sind darüber hinaus eine Reaktion auf die zunehmende Suchmaschinenoptimierung von Webseiten. Es handelt sich somit auch um eine Art Gegenreaktion von Google auf jene Maßnahmen, die eventuell unpassende Suchergebnisse für die Suchmaschine relevant erscheinen lassen sollen.

Die Update-Politik von Google

Grundsätzlich nimmt Google laufend Updates an den Algorithmen vor. Während kleine Änderungen oft bewusst gar nicht kommuniziert werden, gibt es Updates mit Schwerpunkten. Diese in ihren Auswirkungen meist bedeutenderen Änderungen werden in einem großen Rollout (Aktivierung der Updates) in die Suchmaschine implementiert. Meist folgt am gleichen Tag die Bestätigung vom Unternehmen über das Inkrafttreten des Updates. Typisch ist eine Mitteilung über Twitter durch Verantwortliche wie Matt Cutts, ehemaliger Leiter des Web Spam Teams von Google. Die offizielle Bestätigung für ein Update kann aber auch verzögert stattfinden – das Hummingbird Update wurde erst einen Monat nach dem Rollout bestätigt.

Die Google Updates im Überblick

Zwar gibt es inzwischen eine lange Liste an offiziellen Änderungen an Googles Algorithmus, einige jedoch waren entsprechend umfangreich und stechen durch ihren massiven Einfluss auf das Ranking heraus. Die wichtigsten Updates der letzten Jahre:

Der Unterschied zwischen Update und Datarefresh

Bei Updates wie Panda oder Penguin handelt es sich um tatsächliche Änderungen am Algorithmus. Diese Algorithmen gleichen Filtern die über die im Netz befindlichen Inhalte gelegt werden. Diesen Filtern liegt eine Datenbasis zu Grunde, die ebenfalls permanent angepasst wird. Solche Änderungen werden Datarefresh genannt und sind in Ihren Auswirkungen weniger weitreichend wie große Updates.

Die Bedeutung von Google Updates für SEO

Grundsätzlich gilt: jedes Update bringt Veränderungen mit sich. Doch wie stark das jeweilige Update das eigene Ranking beeinflusst bzw. Maßnahmen notwendig macht, ist sehr unterschiedlich. Vor allem SEOs die auf Black Hat Strategien setzen, fürchten die Algorithmus-Änderungen. So hatte z.B. das Penguin Update massive Auswirkungen auf Seiten mit unnatürlichen Backlink-Profilen oder Content der durch Keyword-Stuffing aufgewertet wurde. Websites deren Ranking auf gutem Content, natürlich gewachsenen Backlinks und Richtlinien-konformen Onpage Maßnahmen basieren (White Hat SEO), sind meist weniger stark von Ranking-Schwankungen im Zuge eines Updates betroffen. Dennoch ist es ratsam, über die einem Update zugrunde liegenden Intentionen von Google Bescheid zu wissen, um den Einfluss auf die eigene Seite abschätzen zu können.

FAZIT

Was für den Google-Benutzer von Vorteil ist, bedeutet für den SEO vor allem eines: Mehraufwand. Gründliche Recherche über die Art des Updates und entsprechende Maßnahmen um den neuen Gegebenheiten gerecht zu werden, sind jedenfalls Pflicht. Die Änderungen bieten aber auch Chancen. SEOs die seit je her auf qualitativ hochwertigen Content setzten, konnten beispielsweise vom Panda Update massiv profitieren. Suchmaschinenoptimierung ist ein andauernder Prozess, dafür sorgen nicht zuletzt die großen Updates von Google.

VIDEO: Googles Matt Cutts über Algorithmus-Änderungen

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