Als Google Sitelinks bezeichnet man jene Links, die oft unter dem ersten Treffer der Google Suchergebnisse (SERPs) angezeigt werden. Zusätzlich wird oberhalb dieser Links bisweilen ein Suchfeld eingeblendet: die Sitelinks Searchbox. In der Suchmaschinenoptimierung gelten Sitelinks als wünschenswert, da sie die Aufmerksamkeit des Users verstärkt auf den ersten Suchtreffer lenken.

Was sind Sitelinks genau?

Wann immer unter dem ersten Suchergebnis einer Suchanfragen Links angezeigt werden, handelt es sich um Sitelinks. Üblicherweise erscheinen diese Links wie ein Untermenü der Website, angezeigt werden zwischen drei und acht „Menüpunkte“. Mit der Anzeige dieser Links versucht Google, dem User die Navigation zur betroffenen Suchanfrage zu erleichtern. Die Auswahl der entsprechenden Links erfolgt laut Google algorithmisch. Die Crawler untersuchen dabei die Linkstruktur der Website und entscheiden, welche Links für den User besonders relevant sind. Diese werden dann als Sitelinks angezeigt.

Wie bekomme ich Sitelinks?

Grundsätzlich lässt sich die Anzeige von Unterseiten als Sitelinks nicht erzwingen. Voraussetzung ist jedoch, dass die eigene Website zu einem Suchbegriff an erster Stelle der Suchergebnisse aufscheint. Dies ist üblicherweise bei „Brand-Suchanfragen“ der Fall, also Suchen nach dem eigenen Markennamen oder der URL der Seite. Welche Links als Sitelinks herangezogen werden, ist nur bedingt beeinflussbar. Zwar werden die Links vom Google Algorithmus ausgewählt. Durch gezielte interne Verlinkung, der Verwendung von optimierten Anker- bzw. Linktexten und einer für die Googlebots verständlichen Menüstruktur, kann diese Auswahl aber positiv beeinflusst werden. Es gilt: ab welchem Zeitpunkt und ob Google entscheidet, für die eigene Website weitere Links anzuzeigen, ist schwer vorauszusagen.

Site Navigation Schema Markup

Schema Markup ist eine Auszeichnung im HTLM Code. Sie soll den Crawlern von Suchmaschinen die Einordnung verschiedener Elemente einer Website erleichtern. Mit dem Site Navigation Markup besteht die Möglichkeit, die Navigation einer Seite für Bots zu kennzeichnen. Diese Maßnahme kann helfen die Anzeige von Sitelinks zu beeinflussen und gegebenenfalls zu beschleunigen.

Sitelinks verhindern

Ursprünglich konnte man über die Search Console Seiten als Sitelinks abwerten. Diese Funktion wurde im Oktober 2016 entfernt. Möchte man die Anzeige einer Seite dennoch verhindern, muss diese mit dem NOINDEX Attribut ausgezeichnet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass dies die Seite grundsätzlich von der Indizierung durch Suchmaschinen ausschließt.

Die Sitelinks Search Box verstehen

Die Sitelinks Search Box bezeichnet jenes Suchfeld, das bisweilen oberhalb der Sitelinks-Anzeige platziert wird. Ob Google dieses Suchfeld anzeigt kann nicht direkt beeinflusst werden. Allerdings kann durch entsprechende Optimierung beeinflusst werden, wie bzw. wo die Ergebnisse dieser „Untersuche“ angezeigt werden. Fakt ist: es gibt zwei unterschiedliche Arten wie Google eine Suchanfrage über die Search Box beantwortet.
  • Anzeige der Suchergebnisse auf der Google-Website: dabei wird von Google lediglich eine Suche mit dem Suchparameter „site:“ durchgeführt. Der Nachteil: der User befindet sich nach wie vor auf der Google Website. Wird er über die diese Suche nicht fündig, bleibt der Traffic gänzlich aus.
  • Anzeige der Suchergebnisse auf der eigenen Seite: in diesem Fall wird bei einer Suchanfrage über die Sitelinks Search Box auf die Ergebnisseite der eigenen Website weitergeleitet. Dafür gibt es allerdings technische Grundvoraussetzungen.

Sitelinks Search Box Markup

Google kann für die Suche innerhalb der Search Box auf die Suchfunktion einer Website zurückgreifen. Der Vorteil: die Suchergebnisse werden auf der eigenen Webseite ausgespielt. Dafür muss die Suche allerdings mit dem entsprechenden Schema Markup ausgezeichnet sein. Dies geschieht entweder über eine JSON-LD-  (von Google empfohlen) oder über Microdata-Auszeichnung. Beispiel JSON-LD:
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "http://schema.org",
"@type": "WebSite",
"url": "https://www.example.com/",
"potentialAction": {
"@type": "SearchAction",
"target": "https://query.example.com/search?q={search_term_string}",
"query-input": "required name=search_term_string"
}
}
</script>
Beispiel Microdata:
<div itemscope itemtype="http://schema.org/WebSite">
<meta itemprop="url" content="https://www.example.com/"/>
<form itemprop="potentialAction" itemscope itemtype="http://schema.org/SearchAction">
<meta itemprop="target" content="https://query.example.com/search?q={search_term_string}"/>
<input itemprop="query-input" type="text" name="search_term_string" required/>
<input type="submit"/>
</form>
</div>
(Quelle: Google) Erweiterungen wie das Yoast Plugin für WordPress bieten bereits fertige Implementierungen und sind komfortabel zu bedienen. Grundsätzlich gilt auch hier: die Anzeige dieses Features lässt sich nur bedingt erzwingen. Voraussetzung ist eine entsprechende Autorität der Webseite und die dazugehörige SEO-Optimierung. Allerdings bietet Google die Möglichkeit, die Anzeige der Search Box grundsätzlich zu unterbinden. Dafür muss der Metatag „nositelinkssearchbox“ im Quelltext angegeben werden:
<meta name="google" content="nositelinkssearchbox" />

Sitelinks in Adwords

Im Gegensatz zu organischen Suchergebnissen können Sitelinks innerhalb einer Google Adwords Kampagne selbst definiert werden. Dies hat den Vorteil, dass User gezielt auf bestimmte Unterseiten geleitet werden können. Laut Google erzielen Kampagnen mit Sitelinks eine um 30% höhere KlickThroughRate (CTR), auch Conversions profitieren von der Anzeige. Die entsprechende Option findet sich innerhalb einer Adwords Kampagne unter dem Menüpunkt „Ad Extensions“ und kann für eine ganze Anzeigengruppe eingestellt werden. Ausgespielt werden die Links anschließend in ein oder zwei Zeilen unterhalb der Anzeige (Desktop) bzw. als Karussell (Mobile). Auch können Adwords-Sitelinks speziell für die Anzeige auf mobilen Geräten angepasst werden. Darüber hinaus gibt es sogenannte „Enhanced Sitelinks„, dabei wird unter jedem Sitelink eine zusätzliche Beschreibung angezeigt.

Bedeutung für SEO

Die Sitelinks-Anzeige hilft in erster Linie dabei, die Aufmerksamkeit des Users auf die eigene Seite zu lenken. Je nach Anzahl der angezeigten Links wird ein Großteil des Blickfelds von den Suchergebnissen der eigenen Seite bestimmt. Zudem erhöht die Anzeige die Usability und wirkt sich dadurch positiv auf die CTR (Click Through Rate) aus – die Wahrscheinlichkeit, dass ein User auf die eigenen Links klickt, steigt. Um die Anzeige positiv zu beeinflussen bedarf es einer optimierten Internen Verlinkung bzw. ist ein positiver Nebeneffekt einer solchen.

FAZIT

Sitelinks stärken das Vertrauen der User in eine Seite. Die Anzeige vermittelt Autorität und wirkt sich positiv auf die CTR aus. Saubere Suchmaschinenoptimierung ist Grundvoraussetzung, darüber hinaus hilft nur Geduld. Die