Unter Bilder SEO versteht man die Suchmaschinenoptimierung von Bildern und Grafiken, sie ist Teil des Onpage SEO. Ziel ist einerseits eine gute Platzierung der Bilder in den Bildersuchen der großen Suchmaschinen, gleichzeitig aber auch die Aufwertung von Content generell und damit ein besseres allgemeines Ranking .

Was bringt Bilder SEO?

Die Macht von Bildern erschließt sich selbst dem Laien, denn Bilder vermitteln Information schneller als jede Überschrift. Suchmaschinen wie Google sind sich dessen bewusst, und bewerten Content der mit Bildern angereichert wurde in der Regel besser als reinen Text. Bilder sind also eine eine gute Möglichkeit, um Seiten für ein ideales Ranking aufzuwerten. Mächtig werden Bilder aber vor allem auch durch die auf Bilder spezialisierten Suchmaschinen wie die Google Bildersuche. Oftmals ist es über diesen Umweg leichter, bei einem umkämpften Keyword weit oben in den Suchergebnissen zu landen.

Bilder SEO – Optimierte Dateien

Bei der Bild-Datei ansich gibt es einiges zu beachten. Sobald Bilder einmal indexiert wurden, sollten sie wenn möglich nicht mehr getauscht werden, es gilt also schon bei der Erstellung alle relevanten Punkte zu beachten:

Dateiname

Wie auch grundsätzlich für Dateinamen im SEO üblich, sollte ein „sprechender Dateiname“ gewählt werden. Darunter versteht man Filenamen die bereits über den Inhalt des Bildes Aufschluss geben. Die Keywords mit denen das Bild später ranken soll werden in den Namen eingebaut, wobei Keywordspamming generell vermieden werden sollte. Ein Richtwert von maximal 5 Wörtern sollte eingehalten werden. Google arbeitet mit Hochdruck an KI-basierter Bilderkennung, die verwendeten Keywords sollten also stets tatsächlich mit dem Bildinhalt zu tun haben. Weiters gilt: einzelne Wörter mit Bindestrich trennen, keine Sonderzeichen oder Umlaute, Kleinschreibung statt Großbuchstaben. Feintuning: auch der Name des Ordners in dem sich das Bild befindet, sollte thematisch zum Bildinhalt passen.

Bildformat und Bildgröße

Hochformat ist tabu, im Querformat sind die üblichen Formate 4:3 oder 16:9 bzw. 16:10 die Regel. Da Bilder in Thumbnailgröße kaum in der Bildersuche ranken, sollte eine Mindestgröße von 300px an einer Seite beherzigt werden. Für von Natur aus größere Bilder wie Produktillustrationen, sollte ein Richtwert von 1280 x 960px eingehalten werden.

Dateigröße und Dateiformat

Sofern die Qualität nicht darunter leidet gilt weniger ist mehr, jedenfalls aber sollte eine Größe von 10mb keinesfalls überschritten werden, zumal große Bilder die Ladezeit verlängern – ein wichtiger Rankingfaktor. Die Formate der Wahl sind grundsätzlich *.jpg und *.png wobei png-Dateien in Punkto Qualität/Größe die Nase vorn haben.

Bilder SEO – Onpage Optimierung

Ist die gewünschte Bilddatei optimiert und in die Seite eingebunden, gilt es onpage die richtigen Schritte zu setzen.

Kontext bzw. umgebender Text

Das Bild auf einer Seite sollte nie isoliert betrachtet werden, denn auch Google wird das Bild in seinem Kontext bewerten. Bilder deren umgebender Text nicht in Keywords und Inhalt zum Bild passen, werden entsprechend schlecht ranken.

ALT-Attribut

Das ALT-Attribut oder ALT-Tag ist eine der wichtigsten Informationsquellen für den Googlebot um den Inhalt eines Bildes zu interpretieren. Es dient ursprünglich als Platzhalter falls das Bild nicht angezeigt werden kann, darüber hinaus dient der ALT-Text aber auch zur barrierefreien akustischen Darstellung der Bilder für sehbehinderte Menschen. In wenigen Worten wird der Inhalt des Bildes im ALT TAG beschrieben, ganze Sätze, aber auch einzelne, aneinandergereihte Wörter sind erlaubt.

Bild-Title

Über die Bedeutung des Title-Tag herrscht selten Einigkeit. Sicher ist, sein Einfluss auf das Ranking ist wesentlich geringer als das ALT-Attribut. Dennoch sollte er verwendet werden, der geringe Mehraufwand lohnt in jeden Fall. Der Inhalt des Bild-Title wird angezeigt sobald man mit der Maus über das Bild fährt.

Weitere Tipps für Bilder-Ranking

  • Mehrfachverwendung: anders als bei geschriebenem Content wird die Mehrfach-Verwendung von Bildern von Google eher positiv bewertet, der Begriff hierfür lautet Hotlinking.
  • Originalität: Bilder die für ein Keyword optimiert werden und sich von der Konkurrenz abheben. „Andere“ Bilder werden von Google belohnt.
  • Zeitfaktor: wie erwähnt, sollten Bilder die einmal indexiert wurden, nicht mehr getauscht werden. Je länger ein Bild im Index ist, desto besser ist meist auch sein Ranking.
  • XML-Sitemap für Bilder: in den Google Search Console gibt es die Möglichkeit, Bilder in einer eigenen XML-Sitemap anzugeben.
  • Interne Verlinkung: grundsätzlich schon wichtig, aber auch eine Möglichkeit ein Bild schneller im Ranking nach oben zu befördern.

FAZIT

Bilder sollten auf keiner Website fehlen, werden sie aber im Rahmen gelungener Suchmaschinenoptimierung ideal eingesetzt, können sie sich als wahrer Rankingboost erweisen. Und schließlich gilt: Menschen mögen Bilder – und Google sucht, was Menschen mögen.

VIDEO: Googles Matt Cutts über ALT-Tags bei Bildern

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