Das Kunstwort Ajax (Asynchronous JavaScript and XML) klingt erst mal nach Amsterdamer Fußballclub oder Putzmittel. In SEO Kreisen ist das Thema jedoch ein eher unangenehmes.

Wie funktioniert Ajax?

Ajax ist eine Technologie für die asynchrone Datenübertragung zwischen Browser und Server. Dabei können HTTP-Anfragen durchgeführt werden, während eine HTML-Seite angezeigt wird. Der große Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass Daten verändert werden können, ohne dabei die Seite fortwährend neu laden zu müssen. So wird Traffic gespart und Benutzereingaben können schneller verarbeitet werden. Die Ajax-Technologie ist zudem Betriebssystem-unabhängig und benötigt kein eigenes Browser-Plugin.
Doch die Verwendung von Ajax hat auch Nachteile. Da (ältere) Browser Webseiten in der Regel nur statisch speichern, kann die Funktionalität des „Zurück“-Buttons eingeschränkt werden. Ein für die User Experience eher unangenehmer Nebeneffekt. Ähnliche Probleme treten beim setzen von Lesezeichen auf. Problematisch ist die Verwendung von Ajax jedoch vor allem für die Suchmaschinenoptimierung.

Ajax und SEO – keine Liebesbeziehung

Webmaster die auf ihren Seiten Ajax verwenden kommen nicht umhin sich mit folgendem Problem zu befassen. Die Crawler der Suchmaschinen können Ajax basierte Seiten nicht ohne weiteres  „lesen“, die Seite ist für Bots nicht „crawlable“. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass die Website nicht indexiert wird und organischer Traffic ausbleibt.
Das Grundproblem: während User Inhalte präsentiert bekommen, sieht z.B. der Googlebot nur den Javascript Code. Content der nun über Ajax-Abfragen generiert wird, ist für die Crawler somit „unsichtbar“.

Wie mache ich meine Website trotz Ajax „SEO friendly“?

Eine etwas in die Jahre gekommene Methode um die fehlende URL zu ersetzen ist der sogenannte Hashbang. Dabei wird die neue URL von der eigentlichen durch die Zeichen #! getrennt. Diese neue URL wird von Google akzeptiert, und die Seite kann gecrawlt werden.
Mit HTML 5 wurde ein neuer Standard eingeführt, genannt Pushstate. Mit dieser Methode wird ein Eintrag in der Browser Chronik des Users eingefügt, und die URL in der Adresszeile angepasst, ohne die Seite tatsächlich neu zu laden. Ein weiterer benutzerfreundlicher Vorteil von Pushstate ist, dass die Funktionalität von Vor- und Zurückbutton weiterhin gegeben ist.

FAZIT

Mit Ajax können Webseiten benutzerfreundlicher, interaktiver und trafficsparender programmiert werden. Damit jedoch das Ranking nicht darunter leidet, sollte man sich im Vorfeld intensiv mit einer seo-freundlichen Umsetzung beschäftigen.

VIDEO: Matt Cutts über Googles Umgang mit Ajax

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