Accessibility, zu deutsch Erreichbarkeit, bezeichnet grundsätzlich die vom W3C initiierten Richtlinien zu einem barrierefreien Zugang zum Internet. Diese sollen sicherstellen, dass Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, sowie ältere Menschen beim Zugriff auf Webinhalte möglichst keinen Nachteil haben. Diese Standards sollen z.B. sogenannten assistiven Technologien (Technologie als Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung) die Verarbeitung von Inhalten erleichtern. Dazu zählen Computertechnologien wie Spracheingaben, Screenreader oder Vergrößerungssoftware. Zunehmend von Bedeutung wird das Thema auch bei der Gestaltung von Android oder iphone Apps. Unternehmen wie Google, Apple oder Microsoft haben eigene Initiativen zur Unterstützung von möglichst umfassender Accessibility.

WCAG 2.0

Mit den 2008 veröffentlichten Richtlinien WCAG 2.0 versucht das W3C die ursprünglich stark technologie-gebundenen Standards zu verallgemeinern. Dazu wurden vier Prinzipien definiert:

  • Verständlichkeit
  • Bedienbarkeit
  • Wahrnehmbarkeit
  • Kompatibilität

Accessibility in der Suchmaschinenoptimierung

Zwar gibt es bereits Überschneidungen zwischen Accessibiliy und SEO (z.B. bei ALT Tags), jedoch versteht man in der Suchmaschinenoptimierung darunter grundsätzlich die Erreichbar- bzw. Lesbarkeit einer Seite für die Crawler (auch Spider oder Bots gennant) der Suchmaschinen. Da Crawler Seiten nach einem bestimmten Muster crawlen, sollten die Websites entsprechend optimiert sein. Schlechte Menüführung oder ein schlampig programmierter Quellcode können dazu führen, dass die Suchmaschinenbots Probleme beim crawlen (auch parsen genannt) der Seite haben und so die Seite gar nicht, oder nur schlecht platziert in den Index aufgenommen wird.

SEO Accessibility optimieren

Um Crawlern das Leben zu erleichtern gibt es einfach Maßnahmen die jedoch große Wirkung erzielen können. Grundsätzlich gilt, dass sich Accessibility im Sinne des W3C, optimale User Experience und SEO Accessibility in vielen Bereichen überschneiden. Klar strukturierte und deutlich gekennzeichnete Inhalte, sinnvolle und logische Menüführung oder aussagekräftige Links sind klassische Win-Wins.
Darüber hinaus sollte man sicherstellen, dass keiner der Suchmaschinen-Bots in der robots.txt bzw. den Website-Metadaten ausgeschlossen wird. Im Folgenden einige
Tipps für optimierte Accessibility:

  • Header, Body und Footer und die entsprechenden links müssen für die Crawler lesbar sein (z.B. kein Text in Bildern)
  • keine durch Java-Script verdeckten Inhalte
  • Flash vermeiden
  • wichtige Informationen am Beginn der Seite
  • klare Seitenstruktur (Strukturierte Überschriften,…)
  • klarer Bezug der Meta-Tags Title und Description auf den Inhalt
  • Broken Links vermeiden
  • auf sauber programmierten Quellcode achten
  • Bilder mit sinnvollen ALT-Tags versehen
  • eine Sitemap im XML-Format bereitstellen

Fazit

Accessibility, ob für Mensch (mit Behinderung) oder Maschine (Crawler) sind in jedem Fall sinnvoll für einen erfolgreichen Webauftritt. Eine Website barrierefrei zu gestalten, verbessert sowohl das Suchmaschinen-Ranking, als auch die User Experience und sollte integraler Bestandteil eines umfassenden SEO Konzepts sein.

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